FACELESS

Unser Blick fällt beim Betrachten einer Fotografie meistens zuerst auf das Gesicht der abgebildeten Person. Wir versuchen dabei sofort Emotionen und Geschichten auf den Gesichtern zu lesen. Dabei vernachlässigen wir oft das Umfeld der Person, welches uns im Unterbewusstsein mehr Hinweise gibt als wir vermuten. Während entscheidende Elemente wie Klamotten, Körperspräche und das Umfeld uns eine Geschichte erzählt, zeigt uns der Gesichtsausdruck der Person, wie sie sich in diesem Szenario fühlt. Wenn wir kein Gesicht sehen können,

fällt es uns leichter uns in die Fotografie einzufühlen. Unter Umständen sehen wir uns selbst oder unsere Freunde/Familie/Bekannte, in der Fotografie. Auf diesem Weg lässt eine Fotografie mehr Raum für Interpretation. Das führt dazu, dass der Blick des Betrachters länger am Bild hängen bleibt.

Als Inspiration diente mir eine Serie der belgischen Fotografien Annelie Vandendael.

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